Rund ums Drachenboot

Die Geschichte: Vor ca. 2000 Jahren lebte der berühmte Dichter Qu Yuanim im alten China. Er war ein weiser, Mann und ein Minister des chinesischen Kaisers. Intrigen führten dazu, dass er seiner Position beraubt und ins Exil geschickt wurde. Um seine Unschuld zu beweisen, legte er dem Gericht eine Petition vor und hoffte leider erfolglos auf einen Freispruch. Qu Yuan war nun ein Mann ohne Ehre, was Ihn dazu brachte, den Freitod durch einen Sprung in den Fluss Mi Lo zu wählen.

Als seine Anhänger von seinem Tod erfuhren, machten sie sich mit ihren Booten auf die Suche nach seinem weltlichen Körper. Sie trommelten und warfen Reis ins Wasser, um den Körper von Qu Yuan vor den Angriffen gefrässiger Fische zu schützen. Schon nach wenigen Tagen erzählten sich die Leute, dass der Geist Qu Yuans erschienen wäre. Er habe berichtet, dass die Wassergötter den Reis als Gabe angenommen hätten, woraufhin weiterhin Reis geopfert werden sollte, um den Toten zu schützen.

Hierdurch wurde ein neuer Mythos geboren und es wurde zur Tradition, an Qu Yuans Todestag ein Drachenbootfest als Erinnerung und Ehrung zu veranstalten und die Götter jedes Jahr zu besänftigen. Seit nunmehr 2000 Jahren werden die Boote ins Wasser gelassen, um nach dem toten Qu Yuan zu suchen. Dadurch entwickelten sich schnell die heute bekannten Drachenbootrennen, wobei auch heute noch die Trommeln geschlagen werden, um die Fische von dem Verzehr des Körpers Qu Yuans abzuhalten. Seit 1989 hat die Tradition auch Anhänger in Deutschland gefunden. So kann es vorkommen, daß auch auf heimischen Gewässern die chinesischen Boote mit ihren typischen Drachenköpfen am Bug zu sehen sind.
Die Drachenboote sind meist mit 20 Paddlern , einem Trommler und dem Steuermann besetzt.

Ein sagenhafter Sport, der nun auch hier immer mehr Begeisterte findet! Sollten Sie noch kein solches Rennen angeschaut haben, wird es jetzt Zeit!

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